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Samstag, 10. September 2011 - 10:31 Uhr
Der letzte Eintrag

Schon sitze ich im TGV welcher über 300 km/h Richtung Zürich rast und schreibe meinen letzten Eintrag in diesem Blog. Hoffentlich werden nehmen die Daten bei der Übertragung mit diesem Tempo keinen Schaden
Die drei Wochen die ich in Paris verbrachte, waren schnell vorbei, fast zu schnell. Das Lernen und wieder Auffrischen der französischen Sprache hat mir Spass gemacht und ich hätte gerne noch ein paar Wochen weitergemacht. Es hat auch Momente gegeben, vor allem in der Grammatik, bei denen ich an mir gezweifelt habe, das ganze je zu kapieren. Etwas ist sicher Hängengeblieben, vielleicht nicht gerade der subjonctif
. Ich werde auf jeden Fall dranbleiben und vor allem weiterhin das Hören und Verstehen mit Podcasts üben.
Ich werde mich immer gerne an diese Zeit der Unabhängigkeit und Entdeckungen Erinnern und freue mich nun zu meiner Familie zurückzukehren.
Eines ist sicher: Paris, je deviendrai retournerai quelque jour!
Hans-Peter AKA Jean-Pierre
Freitag, 9. September 2011 - 18:01 Uhr
Blick vom Tour Montparnasse

Paris zu Füssen
Freitag, 9. September 2011 - 18:00 Uhr
Letzter Schultag
Heute habe ich den letzten Schultag genossen. Unsere hyperaktive Lehrerin Agnès hat nach ihrem bewährten Muster den kurzweiligen Unterricht gestaltet, comme Toujours: Zuerst eine halbe Stunde France Info, dann einen aktuellen (=heutiges Datum!) Zeitungsartikel analysieren und das heutige Thema “Verb-Nom / Nom-Verb” anhand des Zeitungsartikels in die Praxis umsetzen. Konkret haben wir eine Zusammenfassung des Artikels geschrieben. Ich bedaure es etwas dass wir Agnès nicht schon früher als Prof hatten. Ihr Unterrichtsstil ist sehr fordernd, ich habejedoch am meisten bei Ihr gelernt. Sie hat Ihre Macken, donc, z.B. setzt sie sämtliche Aussagen bezüglich Stoff und Anforderungen immer in den Kontext der Niveaustufen. Sie sagt Beispielsweise im Zusammenhang mit einer Kritik eines Textes: Das Niveau der Fehler entspricht A2, der Inhalt des Textes jedoch B1.1. Ich musste bei solchen Statements immer schmunzeln, kamen doch diese Einschätzungen immer mit der Kadenz eines Maschinengewehrs aus dem Mund von Agnès.
Nun ja, ich habe mein “Diplom” erhalten und bin nach Verabschiedung meiner KameradInnen auf die Métro, Richtung Tour de Montparnasse. Die Aussichtterasse dieses knapp über 200m hohen Turm bietet einen grandiosen Rundumblick über Paris.
Anschliessend habe ich das jüdische Viertel im 4e Arr. besucht und einen feinen, vegetarischen Falaffel gegessen. So gestärkt bin ich zu Fuss zur Wohnung marschiert, ein strammer Spaziergang ca. fast 5 km Luftlinie. Ich habe es genossen. Das Himmel ist meist bedeckt, es ist aber wieder sehr warm und feucht.
Ich werde heute Abend die Wohnung von den Spuren meiner Anwesenheit befreien, putzen und polieren. Morgen früh kurz nach 8:00 wird meine “Nachmieterin” die Schlüssel und die Wohnung übernehmen.
À Bientôt
J.P.
Donnerstag, 8. September 2011 - 21:04 Uhr
Ganztagschul-Donnerstag
Heute Morgen hat mich mein Velib' zum ersten mal im Stich gelassen: Mein Abonnenment ist abgelaufen und ich wollte es mit der Kreditkarte erneuern. Leider konnte die Station bei der Wohnung keine Zahlungen entgegennehmen. So bin ich mit der Metro in die Schukle gefahren.
Am Morgen sorgte die Agnès, die Gestrenge, dafür dass wir bis 13:00 kaum Luft holen konnte. Im Schnellzugstempo wurden die Themen la cause (parce que, comme, puisque, à cause de...) sowie la conséquence (donc, c'est la raison pour laquelle, alors, c'est por ça que, si bien que, de sort que, à tel point que) und le but (pour, pour que, afin de, afin que) durchgepaukt.
Am Nachmittag nahm ich am Workshop Français, les Affaires teil. Diesmal erteilte uns der sehr junge Felix den Unterricht. Leider war der gute Junge wenig mit geschäftlichem beschlagen, seine Arbeitsblätter strotzten vor Fehlern. Wir mussten ihm z.B. Den Unterschied zwischen Astrologe und Astronome erklären. Eine Aufgabe beschäftigte uns mit der Diskussion von diversen Themen über das Konsumverhalten unserer Gesellschaft. In der Klasse war auch eine junge, wie es sich herausstellte sehr streitbare Italienerin die gerade ihr Philosophiestudium abgeschlossen hatte. Sie übernahm in der Diskussion den Part des Advocat de Diable. Wir hatten herrliche Wortgefechte und haben viel gelacht.
Nach Schulschluss bin ich wieder in die Wohnung spaziert, vorbei an den hupenden Autos die querstehend die Kreuzungen blockierten.
Ich habe heute ein letztes Mal gewaschen damit mein Schatz nach meiner Rückkehr sich nicht prioritär um meine stinkenden Socken kümmern muss. Sogar die T-Shirts und Hosen habe ich gebügelt ;-)
Da der Kühlschrank bzw. Der sich darin befindliche Inhalt zurückgefahren wird, habe ich mir anschliessend eine Pizza, die erste seit drei Wochen, gegönnt. Meine Familie weiss genau welche Sorte mir hold war :-)
Bis bald
J.P.
Mittwoch, 7. September 2011 - 21:47 Uhr
Theater am Mittwoch
Ich habe mich schon daran gewöhnt dass am Morgen ein neuer, unbekannter Prof im Klassenzimmer steht. Siw neue Lehrerin trägt einen ungewohnten, normanischen Namen: Nolwenn hiess die junge Frau welche den heutigen Theater-Unterricht gestaltete. Sie machte das gut: Wir haben Endungen von französischen Wörtern, wie é, è, on usw. mit entsprechenden Körperbewegungen geübt. Anschliessend haben wir französische Redensarten Kennengelernt. Da gibt es lustige darunter, wie gai comme un pison (fröhlich wie ein Fink (der Vogel)) oder: Copains comme cochons, also Kollegen oder Freunde wie Schweine. Diese Redensart umschreibt besonders gute Freunde
Weitere interessante Redewendungen:
Blanc comme un cachet d'aspirine = weiss wie eine Wand (oder halt eine Schachtel Aspirin)
Bon comme du bon Pain
sage comme une image
droit comme un i
simple comme bonjour
bête comme ses pieds
Es gibt aber auch Redewendungen die unseren sehr ähnlich sind:
Rapide comme l'eclair
muet comme une tombe
oder
serrés comme des sardines
Ein unterhaltsamer Morgen!
Heute bin ich zur Abwechslung zu Fuss von der Schule in die Wohnung spaziert, eine neue Perspektive von Paris zeigte sich mir.
Am Abend haben ich Achim Fock, stammend aus Norddeutschland, aber schon seit über zehn Jahren in Afrika in der Entwicklungshilfe im Agrarbereich tätig, zum Nachtessen in der Wohnung eingeladen.
Achim wohnt momentan mit seiner Frau und drei Kindern in Addis Abbeba, Äthiopien, wird aber demnächst in Madagaskar tätig. Wir haben fein gekocht, gegessen und interessante Gespräche geführt.
Bis Bald
J.P.
Dienstag, 6. September 2011 - 20:53 Uhr
Anstrengender Dienstag
Ich habe gestern vom Durcheinander mit unseren Lehrern geschrieben. Heute Morgen stand tatsächlich eine neue Lehrerin, Agnès, im Klassenzimmer. Ich habe auch gestern erwähnt dass Stéphanie schnell redete. Nun, Agnès sprach auch relativ schnell, das Tempo welches sie im Unterricht vorlegte war jedoch noch schneller als ihr Mundwerk!
Zuerst hörten wir eine halbe Stunde lang “France Info” im Radio. Fleissig notierten wir alles was wir mitkriegten. Viel war es nicht, die professionellen Sprecher bombardierten uns im flotten Tempo mit den Tagesaktualitäten. Von B wie Bieber (der Justin...) über F wie Federer (der Roger...) bis M wie Méteo.
Ohne gross auf unsere Notizen einzugehen gings weiter mit dem Comparatif und dem Superlativ. Kaum hatten wir die Arbeitsblätter ausgefüllt verteilte Sie neue Aufgaben.
Unsere Klassenkameradin, Kayo aus Japan, kam verspätet zum Unterricht. Sie hat sich gestern Abend mit rohen Austern den Magen verdorben. Die arme Kayo war derart von Agnès' Unterrichtsstil überfordert dass sie sich in eine Klasse mit niederem Niveau umteilen liess.
Mit diesem Unterrichtstempo werde ich in meiner letzte Woche an der Schule noch viel profitieren können, es ist aber auch recht anstrengend, wie heisst es doch: Alter Mann ist kein Schnellzug ;-)
Am Nachmittag stand Grammair auf dem Programm. Wieder mit einem mir bis anhin nicht bekannten Lehrer. Auch in diesen knapp drei Stunden konnte ich viel profitieren.
Kurz nach 18:00 bin ich in der Wohnung angekommen. Der Feierabendverkehr hat stark zugenommen, das fahren mit dem Velib' wird ab und an zum Geschicklichkeitsparcour, schlängelnd zwischen Bussen und querstehenden Autos kämpfe ich um jeden Meter gekämpft. Vielleicht heisst auch daher eine Métrostation in der Nähe “Oberkampf”. Diese Station wird in der Métro per Ansage mit dem sympatischen Französischakzent ausgesprochen: Obärkompf ;-)
Heute Abend habe ich noch einen kleinen Ausflug in einen grossen Park in der Nähe unternommen.
Bis Bald
Montag, 5. September 2011 - 17:00 Uhr
Basilique de Sacre-Coeur

vu de Rue de Richelieu (2e Arr.)
Montag, 5. September 2011 - 16:59 Uhr
Français!
Bonjour à tous!
Ce matin, il a plu quelqu peu, d'abord j'ai pris le Métro. Malgré, les aujourd'hui, les vacances sont fini à Paris, il y a pas grand monde dans le bouche de Métro.
Dans l'Ecole, nous aurions eu une prof nouvelle. Elle s'apelle Stéphanie. Elle à parlé très vite. Malheureusement, elle a fait le course tellement ennuyeux. Peut être, elle est seulement incertaine et elle aller de mieux en mieux.
Sur le plan au table noir, on a écris que notre prof pour cette semaine sera Agnès. Je la connais de le cours theâtre. Peut être, el est empêcher parce'que elle a fait des Test Introduction avec les nouveaux élèves.
Après le cours, j'ai promené justqu'à Louvre. Tout à coup, j'ai vue entre les bâtiments le basilique de Sacre-Coeur. J'ai pris une belle Photo.
Cette texte me demandé beaucoup de temps ;-). En cas que ceci soit du mauvais français, quelq'un m'enverras les corrections! Merci
À bientôt
J.P.
Sonntag, 4. September 2011 - 20:15 Uhr
Musée d'Orsay, "Bahnhofsuhr"

Auf dem Bild unten nicht richtig sichtbar da genau gegenüberliegend vom Aufnahmestandort und von den Lampen teileweise verdeckt: Die sehr grosse, wunderschöne Uhr.
Sonntag, 4. September 2011 - 20:13 Uhr
Musée d'Orsay

Der Innenraum erinnert nicht unangenehm an eine Bahnhofshalle. Mit dem Glasdach ist die Halle sehr lichtdurchflutet.
Sonntag, 4. September 2011 - 20:07 Uhr
Donnerwetter, Museum
Gestern Abend hat sich ein veritables Gewitter über Paris entladen. Der ganze Zauber wähnte aber nur kurz. Es war eine Wohltat nach der drückenden Hitze.
Heute zeigt sich das Wetter wechselnd, sonnig, windig und Zwischendurch etwas Regen.
Heute Morgen bin ich zeitig los, das Ziel das Muséee d'Orsay, ein sehr schönes Museum, Architektonisch spannend mit einem guten Durchschnitt durch Jahrhunderte und Stile. Sogar einen 'Odlär hängt in den Austellungsräumen, und zwar einen Entwurf des Holzfällers.
Die Rede ist von Hodler; ich habe mir als kleine Challenge am faulen Sonntag einen Audioguide auf französisch gemietet
Erwähnenswert im Museum sind auch einige Exponate mit schönen Jugendstilmöbeln bzw. ganzen Wohn- und Schlafzimmern.
Gegen Abend bin ich noch von der Wohnung aus auf den Butte de Montmarte spaziert und habe mich in das Touristengetümmel geworfen.
Morgen geht die letzte Woche in meinem Sprachkurs los.
Bis Bald
J.P.
Samstag, 3. September 2011 - 19:37 Uhr
Centre Musical Barbara

http://www.fgo-barbara.fr/home
öffnet leider erst am 23. September...
Samstag, 3. September 2011 - 19:32 Uhr
Vertikale Begrünung

Eine Fassade an einem Gebäude beim Gare du Nord. Eine vertikale Begrünung habe ich bis anhin noch nicht gesehen.
Samstag, 3. September 2011 - 19:30 Uhr
Schlachten über Schlachten....

... auch die Schlacht von Engen im Hegau war mir nicht bekannt!
Jedoch: In Engen fand am 3. Mai 1800 während des Zweiten Koalitionskriegs eine Schlacht zwischen den Österreichern unter Baron von Kray und den Franzosen unter General Moreau statt, welche mit dem Rückzug der Österreicher endete.
Samstag, 3. September 2011 - 19:26 Uhr
Schlacht bei Dietikon

Auf den Bogenwänden des Arc sind, neben den Namen von vielen französischen Kriegsgenerälen auch die Namen von insgesamt 96 Schlachten aufgeführt. In der Heimatkunde hat der Lehrer die Schlacht von Dietikon nie erwähnt
Vielleicht habe ich auch bei dem Thema etwas geschlafen...
Es gab tatsächlich eine zweite Schlacht von Zürich, im Jahre 1799, bei der der Auftakt die gelungene Flussüberquerung bei Dietikon bildete.
Weitere Informationen wie immer auf Wikipedia, Suchbegriff: "Zweite Schlacht von Zürich"
Samstag, 3. September 2011 - 19:22 Uhr
Renault R4

Als Glacémobil umgebaut
Samstag, 3. September 2011 - 19:21 Uhr
Passerelle de solférino

Ein kleiner Teil der hunderten von Madenschlössern die von verliebten Paaren angebracht wurden -- bis dass der Rost euch scheidet
Samstag, 3. September 2011 - 19:13 Uhr
L'obélisque auf dem Place de la Concorde

Der Obelisk aus einer etwas anderen Perspektive. Er stammt aus Luxor und war ein Geschenk des ägyptischen Vizekönigs Muhammad Ali an Frankreich. Er wurde 1836 errichtet und ist ca. 3'500 Jahre alt!
Samstag, 3. September 2011 - 18:45 Uhr
Heisser Samstag
Ich habe diesen schönen, warmen Tag ausgenutzt und den Kern von Paris von Osten her via Place de la Bastille bis zum Arc de Triomphe mit der Metro, Velib' aber grösstenteils zu Fuss zu durchmessen. Begonnen habe ich östlich von der Bastille mit einem Flohmarkt, dann im Zickzack und Umwegen via Tuilleries, Grand Palace und Avenue des Champs-Élysées bis zum Arc de Triomphe. Auf der Champs-Élysées habe ich wieder seit langen Schweizerdeutsch gehört.... ich habe es nicht vermisst
Bis Bald
J.P.
Freitag, 2. September 2011 - 19:59 Uhr
Velib', meine kleine Leidenschaft

Endlich im Bild: Meine grosse Leidenschaft in Paris: Eine Velib'-Station!
Das Motorrad hat im übrigen hier nichts verloren, es ist illegal abgestellt!
Freitag, 2. September 2011 - 19:57 Uhr
Musée Carnavalet --- le chat noire

Ein altes Strassenschild des Cabaret "le chat noir", fotografiert im Musée Carnavalet. http://fr.wikipedia.org/wiki/Le_Chat_noir
Das Schild ist von Anfang des 20. Jahrhunderts, sieht für mich aber sehr modern aus!
Freitag, 2. September 2011 - 19:53 Uhr
Freitag
Heute Freitag stand statt Unterricht wiederum ein kleiner Ausflug in Paris auf dem Programm. Derartige Ausflüge werden als sortie pédagogique bezeichnet, in meinen Ohren tönt das etwas merkwürdig.
Wir haben das Muséee Carnavalet, welches sich hauptsächlich mit der Pariser Geschichte beschäftigt, besucht.
Zurück in der Schule haben wir die Fakten und Erkenntnisse über das Leben in Paris während den verschiedenen Epochen und Zeiträumen diskutiert. Unser Lehrer Jérémy gestaltet einen sehr lebendigen und aktuellen Unterricht in dem wir auch Tagesaktualitäten diskutieren und viel über Paris und Frankreich erfahren.
Leider wird Jérémy ab nächster Woche eine andere Klasse unterrichten, ich bin aber sicher dass wir wieder einen guten Professeur zugeteilt bekommen.
Am Nachmittag bin ich noch einige Stunden in Paris herumspaziert. Faszinierend, diese grosse Stadt, ich entdecke immer wieder neues!
Donnerstag, 1. September 2011 - 20:48 Uhr
Velib' c'est magnifique
Heute Morgen, bin ich wie gewohnt mit dem Velib' zur Schule geradelt. Im Gegensatz zu gestern war es spürbar wärmer, ich hätte den zusätzlichen Pullover kaum benötigt.
Nach dem Unterricht am Morgen bin ich in der Pause etwas im Quartier herumgelaufen. Als ich wieder in der Schule für den Nachmittagskurs angekommen bin, war ich, trotz der gemächlichen Gangart, etwas verschwitzt. Am Nachmittagskurs "Affaires" war die Temperatur und vor allem die Luftfeuchtigkeit schwer auszuhalten.
Kurz nach 17:00 bin ich mit einem Velib' losgefahren, Richtung Wohnung. Als ich an der Velib'-Station bei der Wohnung angekommen bin, ist mir aufgefallen, dass
die gesamte Station stromlos war. Das Velo konnte trotzdem korrekt ein der Station eingerastet werden. Somit habe ich mir nichts weiter gedacht.
Nach dem Posten (der Kühlschrank war etwas unterernährt) bin ich zu Fuss los Richtung Park auf der anderen Seite der Bahngeleise. Ich sehe diesen Park knapp vom Balkon aus und heute hatte ich endlich Zeit, ihn zu Besuchen. Ich habe ein Buch mitgenommen und es mir gemütlich gemacht. Nach einiger Zeit mit Lesen habe ich mich auf die Suche nach einer Velib'-Station gemacht um in die Wohnung zurückzukehren... ich hatte langsam Hunger.
Wie schon erwähnt gibt es in Paris über 1'000 Velib'-Stationen, somit fand ich schnell eine. Aber oha, die Station weigerte sich, mir ein Velo zu geben! Ich habe am Terminal mit meiner Karte mein Konto überprüft. Auf dem Display stand geschrieben, dass ich noch im Besitz eines Velos sei und mir ging ein Licht auf: Die Station bei meiner Wohnung war stromlos, hat die Rückgabe vor zwei Stunden also nicht registriert. Auf dem Display der jetzigen Station, einer anderen als die bei meiner Wohnung, stand auch, ob ich Hilfe benötige. Ja, dachte ich mir und habe den entsprechnenden Knopf gedrückt und wurde kurz darauf mit einer netten Dame per Telefon verbunden. Ich habe ihr meine Situation erklärt (naturellement auf französisch) und konnte nach ein paar Minuten wieder ein Velo auslösen.
Ich bin ein klein bisschen Stolz auf mich, ich hätte den Sachverhalt vor eineinhalb Wochen sicher nicht so detailliert erklären können und hätte sicher auch die Anweisungen der Dame nicht verstanden. Hat ein klein wenig genützt, der Kurs ;-)
Bei der Wohnung angekommen, hatte dieses Velib' -Terminal immer noch keinen Strom, dafür waren alle Plätze belegt. Somit wird wohl der einen oder andere Benutzer auch in diese Falle tappen. Ich habe dann mein Velo bei der Station um die Ecke eingedockt um nicht noch einmal mit der netten Dame telefonieren zu müssen.
Trotz der kleine Unannehmlichkeiten sehe anhand dieses Falles, wie genial durchdacht dieses System ist. Erneut ziehe ich meinen imaginären Hut vor der Mairie de Paris die das Velib' ermöglicht und finanziert hat!
Bis Bald
J.P.
P.S. wir haben heute Morgen wieder konjugiert, diesmal einige unregelmässigen Verben. Am Nachmittag habe ich mich für nächste Woche wiederum im Grammaire-Kurs umschreiben lassen.... vielleicht kapiere ich den Subjonctif doch noch eines Tages, mal sehen.
Mittwoch, 31. August 2011 - 20:52 Uhr
Paris pendant la nuit

Ein Blick aus der Wohnung Richtung Südwesten. Banlieus und keinerlei Sehenswürdigkeit weit und breit.... auch das ist Paris!
Mittwoch, 31. August 2011 - 20:49 Uhr
Ganztagesschule
Heute Morgen bin ich, diesmal ohne Navi - ich kenne ja inzwischen die Richtung und die Strassen, mit dem Velib' zur Schule gefahren.
In den Morgenlektionen haben wir mit Jérémy den französchischen Film unter die Lupe genommen. Ein bunter Reigen, von Léon über Taxi bis Amelie de Poulain (Amelie de Montmartre).
Mit Szenen des Films "Tanguy" ( http://fr.wikipedia.org/wiki/Tanguy_(film) ) haben ich einige neue Wörter und Redensarten kenengelernt.
Später hat Jérémy elegant auf das altbekannte Subjonctif umgeschwenkt. Zu meiner Beruhigung (und nicht etwa als Entschuldigung
) postulierte der Lehrer, dass auch die meisten Franzosen grosse Mühe damit Bekunden und diese grammatikalische Regel kaum korrekt anwenden.
Nach der Mittagspause nahm ich im Workshop "Oral" Platz. Die Lehrerin Clémentine brachte uns anhand eines unterhaltsamen Videoclips des Sängers Usmar ( http://www.youtube.com/watch?v=mvdyyN06994 ) einige fantasievolle Berufsbezeichnungen wie z.B. "Folterknecht für Diktatoren" näher.
Anschliessend durften wir noch Gegenseitig mit dem Spiel "Tabou" einige reale Berufsbezeichnungen kennenlernen.
Nach Schulschluss kurz nach 17:00 bin ich mit einem Velib' Richtung Quartier Latin und mit Umwegen zurück in die Wohnung.
Bis Bald
J.P.
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